Übergangsgeld-Rechner
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Wer wegen einer Rehabilitation oder einer beruflichen Neuorientierung vorübergehend nicht arbeiten kann, braucht finanzielle Sicherheit. Übergangsgeld ersetzt unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil des bisherigen Einkommens. Es kommt beispielsweise bei einer medizinischen Rehabilitation oder bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben infrage. Der Übergangsgeld-Rechner hilft dir, die mögliche Höhe einzuordnen.
Das Ergebnis ist eine Orientierung für deine Planung. Ob ein Anspruch besteht und welcher Betrag tatsächlich ausgezahlt wird, entscheidet der zuständige Rehabilitationsträger – etwa die Deutsche Rentenversicherung, die Bundesagentur für Arbeit oder die gesetzliche Unfallversicherung.
So nutzt du den Übergangsgeld-Rechner
Trage die abgefragten Einkommenswerte und persönlichen Angaben in die vorgesehenen Felder ein. Achte darauf, Brutto- und Nettoeinkommen nicht zu verwechseln und den jeweils gefragten Zeitraum einzuhalten. Angaben zu Kindern können ebenfalls wichtig sein, weil sie den anzuwendenden Leistungssatz beeinflussen können.
Nach der Eingabe berechnet das Tool einen voraussichtlichen Betrag. Dieser lässt sich mit deinen laufenden Ausgaben vergleichen: Miete, Strom oder Versicherungen fallen schließlich auch während einer Rehabilitation weiter an.
Wie sich Übergangsgeld berechnet
Bei Beschäftigten wird im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich eine Berechnungsgrundlage aus dem bisherigen Arbeitsentgelt ermittelt. Vereinfacht werden dabei 80 Prozent des berücksichtigungsfähigen Bruttoentgelts angesetzt, höchstens jedoch das maßgebliche Nettoentgelt. Auf diese Grundlage wird anschließend der Leistungssatz angewendet.
Der erhöhte Satz kann auch bei bestimmten gesetzlich geregelten Pflegekonstellationen gelten. Entscheidend sind die jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen – nicht allein, ob Kinder im Haushalt leben.
Rechenbeispiel mit 3.000 Euro brutto
Eine angestellte Person hatte vor der Rehabilitation ein monatliches Bruttoentgelt von 3.000 Euro und ein maßgebliches Nettoentgelt von 2.200 Euro. Für das vereinfachte Beispiel werden keine weiteren Besonderheiten berücksichtigt.
- 80 Prozent des Bruttoentgelts: 3.000 Euro × 0,80 = 2.400 Euro.
- Begrenzung auf das Nettoentgelt: Da 2.400 Euro über 2.200 Euro liegen, beträgt die Berechnungsgrundlage 2.200 Euro.
- Anwendung des Leistungssatzes: 2.200 Euro × 0,68 = 1.496 Euro.
Bei einem Leistungssatz von 75 Prozent wären es 1.650 Euro. Die Beträge beziehen sich hier auf einen vollen Berechnungsmonat mit 30 Tagen. Übergangsgeld wird kalendertäglich berechnet; bei Teilzeiträumen fällt der Zahlbetrag entsprechend anders aus.
Wichtig für die Einordnung: Übergangsgeld ist nicht pauschal 68 oder 75 Prozent deines letzten Nettogehalts. Das trifft im Beispiel nur deshalb zu, weil die Berechnungsgrundlage auf das Nettoentgelt begrenzt wird. Einmalzahlungen, andere Einkünfte, besondere Erwerbsverläufe und abweichende Berechnungsregeln können das Ergebnis verändern.
Deine Angaben bleiben bei dir
Die Berechnung erfolgt lokal in deinem Browser. Deine Eingaben werden nicht gespeichert und nicht an Werbepartner weitergegeben. Der Rechner kommt ohne Werbung aus – du kannst verschiedene Werte ausprobieren, ohne dafür persönliche Einkommensdaten hinterlegen zu müssen.